Jutta Barsa . Florian Herzog . Maria Hötzmanseder
1010, Rauhensteingasse 7
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finale15
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Florian Herzog


C-Prints

Auf den ersten Blick leere, heruntergekommene Räume, im Grunde nichts Besonderes, bis man sie beginnt zu lesen. Lebensspuren kennzeichnen den Lebensraum und geben ihm eine Identität.
Wenn Dinge und Umgebung von Lebewesen so durchlebt werden, dass sich ihre räumliche Existenz durch sie hindurch erweitert und vervielfältigt, entstehen beseelte Lebens-bzw. Welträume. Man spürt die Aura, zu der Raum, Zeit und Lebewesen verschmolzen sind.
Ich begann 2002 leerstehende Behausungen zu entdecken. Dabei fotografiere ich das allzu Individuelle und Zufällige, das sich in den herumliegenden Dingen manifestiert. Diese Gegenstände, Lebensspuren der "leeren" Orte, geben Hinweise auf das Geschehene.
Manche Dinge, die erst gebraucht und danach zurückgelassen wurden, erscheinen zweckentfremdet und werden dadurch zu Zeugen eines Tatbestandes.
Der gegenständliche Lebensraum wird zu einem medialen, der all diese Dinge zu einem Sinnganzen verbindet. So wie ich Filme lang belichtet habe, sollte sich der Betrachter auch länger mit einem Raum beschäftigen, da die visuelle Spurensuche nur langsam und nur mit viel Geduld möglich ist. Lebensräume haben viele Zeit- und Raumschichten, die nur in den Lebewesen und in den Lebensspuren selbst gespeichert sind.


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